MathCamp des Vereins MINT-EC
Vom 14. bis 19. September 2008 nahmen Maximilian Proll, Paul Räcke und Aaron Spring (alle 12n) an einem sogenannten MathCamp teil, das vom Verein
MINT-EC und der Universität Bayreuth veranstaltet wurde. Im Folgenden berichten die Drei von ihren Eindrücken:

"Die Landesschule ist schon seit 2001, auf Grund des intensiven Engagements von Frau Caspar und Herrn Schödel (derzeit stellvertretender Rektor am Landesgymnasium Schwäbisch-Gmünd), Mitglied des Vereins MINT-EC (Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V.). Dieser Verein veranstaltet regelmäßig Wochenenden oder ganze Projektwochen in Kooperation mit diversen Universitäten in ganz Deutschland, die sich an interessierte Jugendliche in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik richten.
In Thurnau (ca. 20 Kilometer nördlich von Bayreuth gelegen) fand nun dieses Jahr zum zweiten Mal ein MATHCamp statt. Darin sollte Abiturienten und Studienanwärtern ein Einblick in die Mathematik eines natur- bzw. ingenieurwissenschaftlichen Studiums gegeben werden. Die sinnvollerweise geringe Teilnehmerzahl von 13 Jugendlichen im Altersbereich von 17 bis 20 Jahren war sehr überschaubar. Die Seminare konnten deshalb sehr gezielt gestaltet und Arbeitsphasen individuell betreut werden. Vertiefend bearbeitet wurden die Themen der mathematischen Reihen in Bezug auf Fraktale, die Trigonometrie sowie Analysis und physikalische Schwingungen. Zusätzlich gab es eine Einführung in den Bereich der Komplexen Zahlen und die Differentiation der Trigonometrischen Funktionen. In Gruppenarbeit lernten wir auch die Fähigkeiten des Computers für mathematische Anwendungen im Unterricht schätzen. Dabei wurden nicht nur die vorgeführten Präsentationen oder diverse Beispielprogramme vorgegeben.

Wir bekamen zusätzlich ergänzendes Material und weitere Aufgaben um sich später an interessanten Thesen ausprobieren zu können. Der Einsatz des Computers lohnt sich vor allem bei geometrischen Problemen. Über Computer-Algebra-Systeme ließen sich zum Beispiel Ableitungen oder komplizierte Rechnungen eigenständig überprüfen. Die neuen Lehr- und Lernmethoden wurden stark zum Einsatz gebracht: Neben den Skripts (bzw. Handouts), die es zu jeder Vorlesung gab, wurden Probleme immer in der Gruppe gelöst und dann präsentiert.
Allumfassend wurde an unserem leiblichen Wohl nicht gespart: Wir residierten im Schlosshotel Thurnau und wurden kulinarisch bestens versorgt. Um den Geist nicht durch externe Unannehmlichkeiten zu belasten, wurden wir zum Beispiel mittags mit einem 3-Gängemenü verwöhnt. Bei Bedienung am Platz verköstigten wir uns auf Kosten der Unterstützer des Vereins, sodass wir Bayreuth nach einer Woche mit zusätzlichem Wissen und Gewicht verließen."